ÜBER DIE MECKEREI

 

Linda Gröbl, BEd

- Kreativkopf
- Mama
- Visionärin
 -"Leitziege"

 

1983 geboren wuchs ich zunächst in Wien auf, und wohne nun mit meinem Mann und unseren drei Kindern am Bisamberg im schönen Weinviertel bei Wien. Seit jeher bin ich total vernarrt in Fell und Federn! Bereits als Kind schrieb ich als Berufswunsch in die Freundschaftsbücher: "Bäuerin". Diese erste Idee legte ich allerdings vorerst ab, als ich einmal von einem Henderl in den Fuß gepeckt wurde, weil es meine Schuhbänder für Würmer hielt...

Inspiriert durch meine Eltern, die beide auf der BOKU Wien studiert haben, und zahlreiche Haustiere später ließ mich das Thema "Natur" dennoch nie los, und so begann ich neben meiner Lehrtätigkeit in Volksschule und Sonderschule ein Studium zur "Umweltpädagogik".

Da mir vor allem die Arbeit mit Kindern am Herzen liegt, und ich es wichtig finde, ihnen schon früh einen Zugang zu Tieren und Natur zu vermitteln, startete ich in meiner dritten Karenz den Diplomlehrgang "Tier- und Naturgestützte Interventionen" und wurde MItgleid bei der ÖGTT (Österr. Gesellschaft für Tiergestützte Therapie).

Zukünftig arbeite ich für den Verein "Hirtenkultur" und pflege mit meiner Ziegenherde das Natura-2000-Gebiet des Bisambergs.

 

Meine Ausbildungen:

 


Bereich Schule und Kinder

  • Volks- und Sonderschullehrerin
  • Qualifizierte Raterin für die Bildungsstandards "Deutsch 4. Klasse"
  • Certificate "Teaching English to Primary Children"
  • Mitwirkung bei zahlreichen Kinder- und Feriencamps (u.a. Forschertage in Perchtoldsdorf, Kids in Motion)


Bereich Bewegung

  • Diplom Bewegungs- und Tanzpädagogin
  • Diplom Bewegtes Lernen
  • Zert. Bewegungstrainerin für Senioren

 

Bereich Natur und Tiere

  • Diplom Umweltpädagogik i.A.
  • Diplom Tier- und Naturgestützte Interventionen



Warum arbeite ich gerade mit Ziegen?

 

BOCKig? ZICKig?
Von wegen!

Eine Stunde bei den Ziegen ersetzt für mich beinahe eine Einheit beim Psychiater...

Wer einmal erlebt hat, wie eine Herde Ziegen einem freiwillig, ohne Leinen, durch den Wald folgt und einem vertraut, der gewinnt mit Sicherheit an Selbstwertgefühl. Mein erstes Ziegentrekking, das ich zu Beginn meiner Ausbildung zur Trainerin der ÖGTT (Österr. Gesellschaft für Tiergestützte Therapie) miterleben durfte, hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt und berührt.

Auch Menschen mit Beeinträchtigungen profitieren von diesen liebenswerten Tieren, die so viel Lebensfreude ausstrahlen. Vor allem unsere weiche Kaschmirziegenmix-Dame ist besonders dafür geeignet, zB. autistische Menschen dazu zu animieren, mit Tieren in Kontakt zu treten.

Ziegen sind in der Lage durch ihre soziale Art unsere Gemütslage perfekt zu spiegeln und haben einen besonders hohen Motivationscharakter. Ressourcen und Fertigkeiten können deshalb durch Tierkontakte gezielt gefördert werden. Daneben bringen Tiere einfach auch viel Freude und Entspannung in den Alltag und tragen nachweislich zur Lebensqualität von uns Menschen bei.

"Die Ziege ist nicht durch ihre Hörner stark, sondern durch ihren Charakter."


Wie kam es  zur Idee für  DIE MECKEREI?

 

Als Mutter von drei Wildlingen, und selbst sehr naturverbunden, suchte ich nach einer Möglichkeit, wie ich meine Kinder mehr ins Freie bekommen könnte. Spazierengehen als alleiniger Zweck war dabei natürlich kein Anreiz!

Aber wenn etwas meine Kinder immer aus dem Haus lockte, dann waren es Tiere. Nach meinem ersten Modul zur Ausbildung als zertifizierte Trainerin für Tier- und Naturgestützte Interventionen, wo ich mein erstes Ziegentrekking miterleben durfte, war meine Liebe zu den Ziegen vollends entbrannt! Das musste ich unbedingt auch Anderen näher bringen und auch meine Kinder davon profitieren lassen!

Ziegen kann man nicht einfach so wie zB. Familienhunde bei einem Züchter kaufen, der Wert auf menschenfreundliche Eigenschaften der Elterntiere legt. Gerade bei Nutztieren werden normalerweise andere Eigenschaften, wie Milchleistung oder Rassemerkmale, heraus gezüchtet.

Da mir für die MECKEREI aber wichtig war, dass sich die Ziegen am Menschen orientieren und verträglich sind, stammen unsere Tiere von einem Therapiebauernhof, der seine Tiere eigens nach diesen friedlichen Eigenschaften züchtet und ausbildet. In der MECKEREI ist die Begegnung zwischen Mensch und Tier an sich von Interesse und ebenso die Förderung der angeborenen Naturverbundenheit des Menschen (Biophilie-Effekt).

Die sogenannte BIOPHILIE-HYPOTHESE besagt, dass der Mensch eine evolutionsbiologische Verbindung zur Natur hat, die für sein Wohlbefinden erheblich mit zuständig ist. Wer als Mensch die Natur aufmerksam beobachtete und schätzen lernte, hatte von jeher einen Überlebensvorteil. Auch ist heute bewiesen, dass das bloße Betrachten von schönen Landschaften, Gärten und Bäumen stressabbauend und beruhigend wirkt. Die Freude am Kontakt mit Tieren und das Erlebnis mitten in der Natur stehen bei der tiergestützen Intervention im Vordergrund, frei von alltäglichen Erwartungen und Druck.

 

 


In der MECKEREI arbeiten ausgebildete Ziegen

Ziege Rollstuhlfahrer Behinderung tiergestützte Therapie

Egal ob Alt oder Jung, sogar Rollstuhlfahrer sind unsere Ziegen gewöhnt und reagieren neugierig. Bevor eine Ziege in der MECKEREI zum tiergestützten Einsatz kommt, wird sie ausgebildetet, dh es wird geprüft, ob sie sich für die Arbeit mit Menschen gut eignet.
Nur Tiere, die freiwillig den Kontakt zu Menschen suchen und sich auch gerne angreifen lassen, werden später auch Freude an der Begegnung mit uns Menschen haben. Es ist ebenso wichtig, dass unsere Tiere Respekt vor den Menschen haben und zB. keine Hörner einsetzen oder den Menschen anspringen, damit es beim Einsatz zu keinen Unfällen kommt.

Im Umkehrschluss erwarten unsere Tiere auch zurecht unseren Respekt, weshalb es bei unseren Angeboten immer klare Regeln für alle Zweibeiner im Umgang mit den Tieren gibt.

 

Alle unsere Angebote sind zertifiziert durch die österreichische Gesellschaft für Tiergestützte Therapie ÖGTT.